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Wacholder
Juniperus communis
Zypressengewächse

Bestimmungsmerkmale:
Wacholder hat meist einen säulenförmig zylindrischen Wuchs, er kann bis zu 12 m hoch werden. Er wächst gewöhnlich als Strauch, selten erreicht er Baumgröße. Er trägt stechende 1 - 2 cm lange Nadeln und recht unscheinbare Blüten, die in den Blattachseln stehen. Die Wacholderbeeren sind botanisch so genannte Zapfen. und haben eine blau/schwarze Farbe und eine typisch würzigen Geschmack. Verwandt ist der Wacholder mit dem giftigen Sadebaum (Juniperus sabina).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wacholder Lüneburger Heide
Wacholderbeeren

 

 

 

 

 

 

Wacholder Juniperus communis
Wacholder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Standort und Verbreitung:
Wacholder wächst auf trockenem Kalkboden, er gedeiht aber auch auf kalkfreiem Grund Wacholder findet man in den Heiden des Tieflandes (Lüneburger Heide), aber auch an Berghängen und im Unterholz der Mittelgebirge.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Wacholder ist im Prinzip keine Giftpflanze für den Menschen, dennoch dürfen Personen mit Nierenschädigungen die Beeren nicht zu sich nehmen. Auch bei gesunden Personen ist Vorsicht geboten, vor allem dürfen die Beeren nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, dies könnte Nierenschädigungen zur Folge haben. Das Wacholderöl wirkt hautreizend und sollte nur äußerlich und verdünnt angewandt werden. Auch Schwangere dürfen die Beeren und das Öl nicht zu sich nehmen und sich auch nicht damit einreiben. Bei Kindern wurden nach Aufnahme der Nadeln Magen- Darmbeschwerden beobachtet.

Tiergiftig:
Wacholder ist giftig für Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen. Es kommt zu Magen- und Darmbeschwerden, möglicherweise auch zur Nierenschädigung.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Wacholder wirkt stark wassertreibend und zeigt auch eine gute Wirkung bei rheumatischen Beschwerden. Pfarrer Kneipp empfahl dazu folgende Kur: Man nimmt 3x täglich 1 Wacholderbeere am ersten Tag, steigert dann am zweiten Tag auf 3 x 2 Beeren, am dritten Tag auf 3 x 3 usw., bis man 20 Tage voll hat (am 20. Tag sind es dann insgesamt 60 Beeren). Dann geht das Ganze rückwärts, 3 x 20 Beeren, 3 x 19 Beeren, bis man wieder bei 3 x 1 Beere angelangt ist. Danach muss man unbedingt eine Pause von über einem Monat einlegen, ehe man eine neue Kur beginnt. Bitte solche Kuren immer mit dem Arzt absprechen. In der Volksheilkunde galt der Wacholder als sehr wertvoll. So nutzte man ihn bei Husten, Appetitlosigkeit, bei Durchfällen, Leber- und Gallenleiden und natürlich zum Entwässern. Bekannt ist auch der Wacholderschnaps.

Name:
Weitere Namen waren Feuerbaum, Wachandel, Kranawitten, Weckhalter und Weihrauchbaum. Der Name Wacholder leitet sich vom althochdeutschen Wort wehhal für lebensfrisch, immergrün, kräftig ab, von dem sich wiederum das mittelhochdeutsche Wort wechalter stammt. Daraus entstand dann Wacholder. Der botanische Gattungsname Juniperus soll das lateinische Wort für diese Pflanze gewesen sein, andere Quellen indes sprechen davon, dass sich Juniperus vom keltischen jeneprus ableitet. Der Artname communis bedeutet, dass diese Art sehr häufig vorkommt.

Geschichtliches:
Wacholder wurde im Mittelalter häufig in der Heilkunde verwendet. Man nahm ihn bei Husten, dem Biss giftiger Tiere, Wassersucht, bei Ohnmacht, Zahnschmerzen, sogar gegen die Pest wurde er eingesetzt. Hier ein Zitat aus dem Kräuterbuch des Apothekers Tabernaemontanus (1520-1590): “Die Wacholderbeeren in Wein gesotten / und darvon getruncken / ist gut den jungen Kindern / so einen starcken schwären athem haben / dass sie bisweilen auch Blut auswerffen / und soll eine gewisse Kunst seyn / dann es zertheilet den Schleim in der Brust / und machet denselbigen desto leichter auswerffen. Den Safft aus den Blättern mit Wein getruncken / ist gut wider die Schlangenbiß. ... Zur Zeit der Pestilenz soll man die Beere in dem Mund kauen / so widerstehen sie dem giftigen Luft. ... Wo man das Holz / die Blätter und die Beere räuchert / da verkreucht sich alles Ungeziefer / und vertreiben den bösen Luft / bewahren auch für allem Gifft.”