Kermesbeere

Phytolacca spec. Kermesbeerengewächse

Bestimmungsmerkmale:
Die Blüten der Kermesbeere sind grünlich bis weiß und stehen in dichten Trauben aus denen sich die dunkelroten bis schwarzen beerenförmigen Sammelfrüchte entwickeln. Die Blätter haben eine elliptische Form, die Pflanze wächst bis zu 2 m hoch. Die Blütezeit ist von Juli - August.

Standort und Verbreitung:
35 Arten dieser Pflanze gibt es auf der Erde, sie stammen aus Asien (vorwiegend China), Afrika sowie Nordamerika. Man findet sie bei uns vorwiegend als Ziersträucher in Gärten, im Süden ist sie auch verwildert.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die gesamte Pflanze, vorwiegend aber die Wurzeln und die Samen enthalten Triterpensaponine. Es gibt eine chinesische Kermesbeerenart, deren Beeren nur schwach giftig sind (Phytolacca acinosa var. esculenta), Beeren anderer Arten, z. B. von Phytolacca americana sind stärker giftig. Die Beeren stellen für Kinder, insbesondere für Kleinkinder, eine besondere Gefahr dar. Bei Erwachsenen und älteren Kindern gilt eine Menge bis zu 10 Beeren als harmlos, für kleinere Kinder kann diese Menge aber schon giftig wirken. Als Vergiftungssymptome zeigen sich Erbrechen, Beschwerden im Magen- und Darmbereich, Durchfall und Krämpfe.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Pflanze findet in der Homöopathie Anwendung bei Grippe, Angina und Gelenkrheumatismus.

Name:
Der deutsche Name  und der Gattungsname Phytolacca geben Hinweis auf die Verwendung des Saftes als Farbstoff, das griechische Wort phyton bedeutet Pflanze, lacca kommt aus dem italienischen und heißt Lack. Die deutsche Bezeichnung ist dem arabischen Wort kermes für rot entlehnt.

Geschichtliches:
Früher benutzte man den Saft zum Färben von Süßigkeiten und Wein. In der amerikanischen Volksheilkunde verwendete man die Pflanze als Rheumamittel, was allerdings oft zu Vergiftungen führte.