Mahonie

Mahonia spec. Sauerdorngewächse

Bestimmungsmerkmale:
Am meisten verbreitet ist bei uns Mahonia aquifolium. Der Strauch wird bis zu 1 Meter hoch und fällt durch seine gezähnten, immergrünen Blätter auf. Die Blüte steht in einer aufrechten Traube und ist gelb. Die blauen Früchten, die wie Mini-Weintrauben aussehen,  reifen im Juli bis September heran. Sie können, insbesondere von Kindern, leicht mit Heidelbeerenverwechselt werden, vor allem bei den höher wachsenden Züchtungen.

Standort und Verbreitung:
Die Mahonie stammt aus Nordamerika, auf der Welt gibt es ca. 70 Arten. Bei uns wächst sie selten wild, man findet sie vor allem in Gärten und Parkanlagen und an Wegen gepflanzt. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen Standort und durchlässigen Boden.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Mahonie enthält, ebenfalls wie die Berberitze, den Wirkstoff Berbin. Den höchsten Gehalt findet man in der Wurzelrinde. Im Prinzip kann man die Mahonie als ungiftig ansehen; einzig die Altergruppe der 1 – 3jährigen Kinder könnte unter Umständen leicht gefährdet sein, wenn sie die Beeren zu sich nehmen. Im Vergiftungsfall kommt es aber höchstens zu Magen- und Darmbeschwerden sowie zu Übelkeit. Auch ist nicht damit zu rechnen, dass jedes Kind überhaupt Symptome zeigen wird.

Tiergiftig:
Mahonie soll giftig sein für Zwergkaninchen, Meerschweinchen und Hamster.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Mahonie wurde (und wird ?) in Nordamerika zur Blutreinigung, als Stärkungsmittel und bei Darmbeschwerden eingesetzt.

Name:
Der botanische Gattungsname sowie die deutsche Bezeichnung wurden der Pflanze zu Ehren des nordamerikanischen Botanikers B. Mac-Mahon (1775 - 1816) gegeben. Der Artname aquifolium bedeutet nadelblättrig.

Geschichtliches:
1823 wurde die Mahonie aus Nordamerika in Italien eingeführt.