Schneebeere, Knallerbsenstrauch

Symphoricarpos albus Geißblattgewächse

Bestimmungsmerkmale:
Die Schneebeere oder Knallerbse, wie sie auch häufig genannt wird, wächst als Strauch und wird 1 - 2 m hoch.
Die weiß bis rosa gefärbten glockigen Blüten stehen in Trauben am Ende der Zweige. Sie haben 5 Blütenblätter und erscheinen von Juni - August. Danach entwickeln sich die weißen, fleischigen Beeren, in denen jeweils 2 Samen heranreifen. Die Beeren stehen dicht zusammen und hängen bis in den Winter am Strauch. Die Blätter haben eine rundliche, elliptische Form und stehen sich gegenüber. Oft findet man verschiedenen Züchtungen, die teilweise auch rötlich überlaufene Beeren tragen. Die verwandte Korallenbeere (Symphoricarpos orbiculatus) hat kleine, weiße bis purpurrote Beeren.

Standort und Verbreitung:
Die Schneebeere wächst bei uns vorwiegend als Zierstrauch, ist teils aber auch verwildert. Sie stammt aus Nordamerika und ist in ganz Europa verbreitet.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Pflanze enthält Saponine und einen bisher unbekannten Wirkstoff. Kinder sind durch Spielen mit den Beeren gefährdet. Einerseits kann es durch das Zerdrücken der Knallerbsen zu entzündlichen Hautreaktionen kommen, andererseits verursachen verschluckte Beeren Schleimhautreizungen, Erbrechen und Magenschmerzen sowie Durchfall. Die Menge von 3 - 4 Beeren gilt als ungefährlich, Vergiftungen könnten erst nach dem Verzehr einer größeren Menge auftreten. Ernste Vergiftungen mit der Schneebeere sind nicht bekannt geworden. Die Giftwirkung der Korallenbeere ist sehr ähnlich.

Tiergiftig:
Schneebeere ist giftig für Pferde; es kann zu Reizungen von Magen und Darm kommen, Koliken sowie Durchfällen. Bei Hasen und Kaninchen, möglicherweise auch bei  Nagern kann eine Vergiftung zu Schleimhautreizungen und Magen- Darmbeschwerden führen.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Schneebeere wird in der Heilkunde nicht genutzt.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Schneebeere wird in der Heilkunde nicht genutzt.

Name:
Die weiße Farbe der Beeren oder die Tatsache, dass sie bis in den Winter am Strauch hängen, gaben der Pflanze den Namen Schneebeere. Weitere Bezeichnungen sind Knallerbsenstrauch, Knallerbse und Knackbeere, da sie beim Zerplatzen leicht knallen. Der Gattungsname Symphoricarpos setzt sich zusammen aus den griechischen Worten symphorein für zusammentragen und karpos für Frucht. Der Name bezieht sich damit auf die eng zusammenstehenden Beeren. Der Artname albus bedeutet weiß.

Geschichtliches:
Früher wurde die Schneebeere als Brech- und Abführmittel sowie zum Heilen von Wunden genutzt.