Kultur-Apfel, Haus-Apfel

Malus x domestica

Der Apfel zählt zu unseren wichtigsten Nahrungsmitteln, es gibt auf der Welt etwa 5000 Kultursorten. Äpfel enthalten Pektin, organische Säuren, Gerbstoffe und die Vitamine A, B 1, B 2, B 6, C und E. Der Vitamingehalt schwankt mit den verschiedenen Sorten. Äpfel fördern den Stoffwechsel und  wirken je nach Darmzustand leicht abführend oder stopfend, man nutzt ihn auch bei Gicht und Rheuma. Ein aus den Schalen bereiteter Tee hilft Husten, Heiserkeit sowie bei Katarrhen der Luftwege.
Der Gattungsname ist Malus, das lateinische Wort für Apfel. Im althochdeutschen bezeichnete man den Apfel mit affaltra, aphol und aphultra.
Auch in der griechischen Mythologie spielte der Apfel eine große Rolle. Dionysos gilt als Schöpfer des Apfelbaumes, den er Aphrodite schenkte. Daher galt der Apfel als Sinnbild der Liebe. Die alten Germanen sahen im Apfel das Symbol der Mutterbrust und der nährenden Liebe. Schon von Hippokrates (460 - 337 v. Chr.), dem griechischen Arzt und "Vater der Heilkunde", sollen Äpfel zu Heilzwecken angewendet worden sein. Auch die Heilkundigen des Mittelalters wussten über seine Wirkungen zu berichten. Bei Hieronymus Bock lesen wir: "Kalter und feuchter Natur sind fast alle Äpfel/dienen vil mehr in die Kuchen/dann in die Apotecken." "... Äpfel stopfen den Bauch/treiben den harn /.../alle süsse Äpfel sollen den Bauch erweichen/und die Würmer außtreiben/.../Die frische Blätter von dem Apfelbaum zerstossen und obergelegt...wehret der anhebenden hitzigen Geschwulst."