Hopfen

Humulus lupulus Hanfgewächse

Der Hopfen ist eine Schlingpflanze oder Kletterpflanze mit einem rauhen Stängel, an dem die sogenannten Klimmhaare sitzen, die ihm beim Klettern helfen, Höhen von bis zu 6 m zu erreichen.
Die Pflanze wächst gerne in feuchten Wäldern, auch an Waldrändern und in Auen. Man findet sie aber auch in Ortschaften an Zäunen.
Hopfen ist eine sogenannte zweihäusige Pflanze. Will heißen, Frauen und Männer wohnen in unterschiedlichen Häusern, somit gibt es Pflanzen mit männlichen Blüten und solche mit weiblichen Blüten. Diese bilden zur Reife Fruchtzapfen aus, die Hopfenzapfen.
Die Zapfen haben einen würzigen Geruch, weil in ihnen vor allem Bitterstoffe, Gerbstoffe, Lupulon, Humulon, ätherisches Öl und Flavonoide stecken. 
Hopfen wird  bekanntermaßen zur Herstellung von Bier genutzt, da sie dem Bier den würzigen Geschmack verleihen.
Das größte zusammenhängende Anbaugebiet ist die Hallertau in Bayern.
Hopfen ist aber auch eine wertvolle Heilpflanze.
Er wirkt durch seine Bitter- und Gerbstoffe appetitanregend, hilft beim Einschlafen, bei nervöser Erregung und leichten Depressionen sowie Angstzuständen. Auch gegen Periodenschmerzen im Klimakterium ist er einsetzbar.
Die Hopfenzapfen kann man selber sammeln, am besten im Spätsommer, kurz vor der Vollreife. Man lässt sie trocknen und kann sich einen Tee kochen. Dazu nimmt man 2 gehäufte Teelöffel, übergießt sie mit 250 ml kochendem Wasser und lässt den Tee 15 Minuten ziehen. Zur allgemeinen Beruhigung trinkt man am besten 2 Tassen pro Tag oder bei Schlafstörungen 1 Tasse, eine halbe Stunde vor dem zu Bett gehen. Da gibt man am besten noch 1 Teelöffel Baldrian in den Tee.
Der wissenschftliche Name des Hopfens ist Humulus lupulus.
Humulus ist wohl eine Lateinisierung des germanischen Wortes für den Hopfen, nämlich humel. Der Artname lupulus bedeutet so viel wie hopfenähnlich