Kapuzinerkresse

Tropaeolum majus

Die Kapuzienerkresse stammt aus Südamerika, wo fast 80 verschiedene Arten dieser Pflanze wachsen. In ihren Heimatländern werden die frischen Blätter zur Wundbehandlung genommen. Bei uns zieht man die rot oder gelb blühende Kletterpflanze als Zierpflanze in Gärten, sie wird aber auch als Küchenkraut verwendet. Die Blüten und die jungen Samen eignen sich als Gewürz in Salaten, am besten in Verbindung mit Meerrettich. Sie haben einen würzigen, scharfen Geschmack und lassen sich auch gut mal nebenbei essen. Achten Sie aber bitte darauf, nicht zu viel zu essen, sonst kann es zu Reizungen von Magen und Darm kommen. Die schönen Blüten eignen sich übrigens gut als Dekoration für Käse- oder Wurstplatten.
Die Samenhüllen werden auch in Essig eingelegt und als Kapernersatz genommen.
Kapuzinerkresse, wie auch die Gartenkresse, wirken entzündungshemmend und antibakteriell. Somit hat die Kapuzinerkresse die angenehme Eigenschaft nicht nur ein gutes Gewürz zu sein, sondern sie ist gleichzeitig auch ein pflanzliches Antibiotikum. Ferner nutzt man die Pflanze gegen Infektionskrankheiten, insbesondere im Nierenbereich. Kapuzinerkresse soll auch die körpereigene Abwehr aktivieren. In der Volksheilkunde verwendete man die Pflanze als Reizmittel bei skrofulösen Erkrankungen und als Hautdesinfektionsmittel sowie als blutreinigenden Salat.
Weitere Bezeichnungen waren Salatblume, Kapuzinerli und Gelbes Vögerl. Der wissenschaftliche Name der Kapuzinerkresse ist Tropaeolum majus. Tropaeolum leitet sich vom lateinischen Wort tropaeum für Siegeszeichen ab und bezieht sich wohl auf die schildförmigen Blätter sowie auf die helmförmigen Blüten.
Der Artname majus bedeutet "größer" oder "sehr stattlich".