Kornblume

Centaurea cyanus

Früher war die Kornblume ein häufiges Ackerunkraut. Leider sind ihre Bestände heutzutage, bedingt durch den Einsatz von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln, sehr stark zurückgegangen. Man findet die Pflanze heute nur noch in relativ ökologisch stabilen Gegenden. Es ist somit stark abzuraten, Kornblumen, abzupflücken, bzw. zu sammeln. Säen Sie Kornblumen in Ihre Wiese oder in Ihr Blumenbeet, was ein nützlicher Beitrag zur Erhaltung der Art sein kann.
Die Droge hat harntreibende Eigenschaften, äußerlich sollen Umschläge bei Augenkrankheiten helfen. Die blauen Blüten werden auch zur Verschönerung von Teemischungen verwendet.
Auch im Mittelalter war die Kornblume als Heilpflanze bekannt. So ist ihre Wirkung von der Äbtissin Hildegard von Bingen (1098 - 1179 n.Chr.) niedergeschrieben worden. Der Arzt Hieronymus Bock berichtet in seinem 1539 erschienenen "New Kreutterbuch" unter anderem folgendes über die Kornblumen: "Die blümen und ihr samen inn Wein gesotten / ist gut getrunkken für Spinnen und Scorpion gifft / mag villeicht anderem gifft auch widerstand thun."
Volkstümliche Bezeichnungen für die Pflanze waren auch Roggenblom, Kornmutter, Kornbeißer, Kornfresser sowie Sichelblume.
Die wissenschaftliche Bezeichnung für die Pflanze heißt Centaurea cyanus.
Centaurea ist abgeleitet vom griechischen kentaurion und bezieht sich auf den Heilkundigen Centauern Chiron. Der Artname cyanus bedeutet dunkelblau, womit die Farbe der Blüten gemeint ist.