Weißdorn

Crataeugus monogyna Crataegus laevigata

Der Weißdorn wächst als Strauch und erreicht manchmal sogar Baumhöhe, wo er bis zu 12 m hoch werden kann. Er trägt, wie schon der Name sagt, Dornen und weiße Blüten in einer aufrechten Doldenrispe. Weißdorn ist bei uns sehr verbreitet. Man findet ihn nicht nur in Wäldern und Gebüschen, sondern auch viel an Straßenrändern und in Gärten. Sein Verbreitungsgebiet reicht bis nach Skandinavien und Großbritannien. Weißdorn wächst bis zu einer Höhe von 1600 m.
Über 15 verschiedene Arten wachsen in unseren Breiten, wobei vorwiegend zwei Arten vorkommen, nämlich der Eingrifflige (Crataegus monogyna) und der Zweigriffligen Weißdorn (Crataegus laevigata). Beide Arten haben die gleiche Heilwirkung. Gesammelt werden die Blüten und auch die roten, mehligen Beeren. Die Blüten müssen schnell getrocknet und in guten verschließbaren Behältern gelagert werden. Man sollte die Weißdornblüten jedes Jahr erneut sammeln, da die Wirkstoffe durch zu lange Lagerung beeinträchtigt werden. Auch die Früchte müssen schnell getrocknet werden und sollten jedes Jahr aufs Neue gesammelt werden. Weißdorn ist ein hervorragendes Mittel bei Herzerkrankungen, Herz- Kreislaufschwäche, Herzklopfen, Herzstichen, Angina pectoris und Arterienverkalkung. Die Droge hat die Eigenschaft den Blutdruck zu regulieren, das heißt zu hohen Blutdruck zu regulieren, vor allem aber zu niedrigen Blutdruck anzugleichen. Weißdorn kann unbedenklich über mehrere Monate und Jahre, auch als Vorbeugemittel, eingenommen werden. Sehr günstig ist die Wirkung des Weißdorns auf das Altersherz; mit einer Weißdorn-Kur ist es möglich, bei älteren Menschen sklerotische Veränderungen an den Herzkranzgefäßen mit mangelnder Duchblutung zu lösen. Sehr zu empfehlen ist die kurmäßige Anwendung vom Weißdorn nach einem Herzinfarkt, da die Pflanze eine Verbesserung der koronaren Durchblutung (Durchblutung der Herzkranzgefäße) bewirkt. Allerdings braucht es Geduld, mit einem schnellen erfolg ist nicht zu rechnen.
Die medizinische Nutzung der Pflanze war in früheren Zeiten nicht bekannt. Erst im 19. Jahrhundert nahm die Weißdorndroge Einzug in den Arzneimittelschatz. Die roten Früchte allerdings wurden schon früher von der ärmeren Bevölkerung gegessen und dienten in Notzeiten als Mus sowie getrocknet als Mehlzusatz.
Im Volksmund nannte man den Weißdorn früher auch Hagdorn, Hanweide, Haynerholz, Mehlbaum und Mehlbeerbusch.
 Der Gattungsname Crataegus bezieht sich möglicherweise auf sein festes Holz ( griech. "krataios" für stark, fest).