Heilkräuter gegen Migräne – Kopfschmerzen und Migräne natürlich behandeln

Die Schulmedizin kennt beim Thema Kopfschmerzen eine ganze Reihe vorbeugender und lindernder Medikamente. Aber auch Mutter Natur kann mit vielen Heilkräutern gegen Migräne aufwarten. Einige helfen dabei, eine Attacke zu vermeiden, andere wiederum tragen im Akutfall dazu bei, die Beschwerden zu reduzieren.

Migräne natürlich behandeln mit Pfefferminze

Neben Homöopathie und Schüssler-Salzen gegen Migräne ist die Pfefferminze ein sehr beliebtes pflanzliches Mittel gegen Kopfschmerzen.
Hier ist es das ätherische Öl, das gegen den pochenden Schmerz hinter der Stirn zum Einsatz kommt. Dafür werden ein bis zwei Tropfen des puren Pfefferminzöls auf Schmerzpunkte gegeben, also beispielsweise auf die Stirn, aber auch in den Nacken oder auf die Schläfen.
Die lindernde Wirkung der Pfefferminze gründet aller Wahrscheinlichkeit auf dem spürbar kühlenden Effekt und der Interaktion mit den Kälterezeptoren der Haut. Gleichzeitig regt das Öl die Durchblutung an.
Wichtig bei der Anwendung: Das Öl sollte sehr sparsam verwendet werden und nicht in die Augen oder auf Schleimhäute gelangen. Allergikern und Asthmatikern ist vom Gebrauch eher abzuraten, um eine Reizung der Atemwege zu vermeiden.

Mit Lavendel die Migräne natürlich behandeln

Lavendel ist eine der vielseitigsten Küchen- und Heilpflanzen. Wie bei der Pfefferminze kann man die Migräne auch beim Lavendel mit seinem Öl natürlich behandeln. Es gehört zu den wenigen Ölen, die unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden dürfen. Wie der Lavendel die Kopfschmerzen genau angeht, ist noch nicht endgültig geklärt. Eine Studie zeigt beispielsweise jedoch eine signifikante Linderung der Migräne-Beschwerden: Hier erlebten 71 Prozent der Probanden eine Besserung ihrer Symptome. Auch die empfundene Schmerzstärke sank um mehr als das Doppelte.[1]

Damit stellt der Lavendel eine gute Ergänzung der Heilkräuter gegen Migräne dar. Aufgetragen wird auch dieses Öl auf Stirn, Schläfen oder Nacken.

Weide als Heilkraut gegen Migräne

Weidenrinde enthält den natürlichen Entzündungshemmer Salicylsäure – den Vorläufer des bekannten Schmerzmittels Acetylsalicylsäure. Im Gegensatz zu diesem Arzneistoff wirkt die Salicylsäure meist etwas langsamer und milder.
In der Anwendung gibt es zwei Möglichkeiten: Betroffene können auf einen Sud oder auf den Extrakt setzen. Für einen Sud wird die Rinde der Weide für fünf Minuten mit einer Tasse Wasser gekocht. Den Aufguss sollten Patienten dann dreimal täglich trinken.
Etwas unkomplizierter gestaltet sich die Anwendung des fertigen Extraktes aus der Apotheke. Die hat das pflanzliche Mittel gegen Kopfschmerzen meistens vorrätig und berät dabei, wie das jeweilige Präparat einzunehmen ist. Übrigens: Auch Mädesüß, das sich ebenfalls gut gegen Migräne einsetzen lässt, weist die Salicylsäure auf.

Heilkräuter gegen Migräne: Mutterkorn

Beim Mutterkorn handelt es sich strenggenommen nicht um ein pflanzliches Mittel gegen Kopfschmerzen, sondern um einen Pilz. Während bei den Heilkräutern auch eine Eigensammlung möglich ist, raten wir an dieser Stelle beim Mutterkorn deutlich davon ab. Das Mutterkorn ist hochgiftig und muss vor der Anwendung erst speziell verarbeitet werden.
Im Rahmen der Behandlung von Migräne kommt es wegen seines Gehaltes an Ergotamin zum Einsatz. Diese Substanz wirkt ähnlich wie die Salicylsäure, muss dafür aber sehr exakt dosiert werden, um eine Wirkung ohne giftige Nebenwirkung zu erzielen.
Ein Nachteil des Ergotamins: Wie klassische Schmerzmedikamente der Schulmedizin kann es bei Dauermedikation selbst Kopfschmerzen verursachen. Wer eine Migräne mit Mutterkorn natürlich behandeln will, sollte das Präparat daher nur unter ärztlicher Begleitung anwenden.
Beim Mutterkorn handelt es sich strenggenommen nicht um ein pflanzliches Mittel gegen Kopfschmerzen, sondern um einen Pilz. Während bei den Heilkräutern auch eine Eigensammlung möglich ist, raten wir an dieser Stelle beim Mutterkorn deutlich davon ab. Das Mutterkorn ist hochgiftig und muss vor der Anwendung erst speziell verarbeitet werden.
Im Rahmen der Behandlung von Migräne kommt es wegen seines Gehaltes an Ergotamin zum Einsatz. Diese Substanz wirkt ähnlich wie die Salicylsäure, muss dafür aber sehr exakt dosiert werden, um eine Wirkung ohne giftige Nebenwirkung zu erzielen.
Ein Nachteil des Ergotamins: Wie klassische Schmerzmedikamente der Schulmedizin kann es bei Dauermedikation selbst Kopfschmerzen verursachen. Wer eine Migräne mit Mutterkorn natürlich behandeln will, sollte das Präparat daher nur unter ärztlicher Begleitung anwenden.

Migräne mit Weihrauch natürlich behandeln

Weihrauch ist noch nicht unter den typischen Heilkräutern gegen Migräne zu finden. Bisher untersuchten Studien nur seine Wirkung auf tumorbedingte Kopfschmerzen. Dabei hat er Potenzial: Weihrauch wirkt entzündungshemmend und dadurch auch schmerzlindernd. Außerdem hat er mitunter einen ausgleichenden Effekt auf die Psyche. So setzt er gleich an mehreren möglichen Ausgangspunkten der Migräne an.
Ein weiterer Vorteil des exotischen Duftharzes: Es überwindet die Blut-Hirnschranke und kann deshalb direkt im Gehirn wirken. Da Weihrauch in der Regel in aromatherapeutischen Anwendungen eingesetzt wird, kommt er zudem mit einem entspannenden Gesamtpaket einher. Dadurch können vor allem Patienten mit stressinduzierter Migräne diese natürlich behandeln.
 

Bildnachweis xbqs42 from Pixabay

Weitere Heilkräuter gegen Migräne

Neben diesen speziellen Pflanzen und Pilzen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer pflanzlicher Mittel gegen Kopfschmerzen. Sie erzeugen unter anderem allgemein einen entzündungshemmenden, schmerzstillenden oder beruhigenden Effekt. Viele davon gedeihen sogar im heimischen Garten oder auf der Fensterbank.
So zählen etwa der durchblutungsfördernde Rosmarin, die duftenden Rosenblüten und die mediterranen Kräuter Basilikum und Majoran zu den Heilkräutern gegen Migräne. Auch die Schärfe von Meerrettich, Knoblauch und Ingwer tut so manchem Patienten gut.
Wie für alle pflanzlichen Mittel gegen Kopfschmerzen gilt auch hier: Was hilft, ist sehr individuell. Jeder Patient muss seine ganz eigene Kombination aus der Naturapotheke finden.