Heilpflanzen für einen erholsamen Schlaf – 3 pflanzliche Helfer im Fokus

Schlafstörungen sind in der modernen Gesellschaft ein ernstes Problem für die Gesundheit. Stress, Ängste und Sorgen führen dazu, dass das Einschlafen nur mühsam gelingt und der Schlaf mehrfach von Wachphasen unterbrochen wird. Was folgt, sind ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche. Das Wohlbefinden leidet immens und das Immunsystem wird durch Schlafmangel geschwächt. Lesen Sie hier von ausgewählten Heilpflanzen, die zu einer erholsamen Nachtruhe beitragen können! Die Liste der Exemplare mit schlaffördernder Wirkung ist lang. Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, gehen wir auf drei wirkungsvolle Vertreter ein. Am Ende des Beitrags finden Sie ergänzend ein Arrangement mit weiteren natürlichen Einschlafhilfen.

      1. Hanf – CBD-Öl

Die Nachfrage nach CBD-Öl ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Verwunderlich ist der Boom nicht, schließlich versprechen die Hersteller ein breites Spektrum der gesundheitsfördernden Wirksamkeit. Ein Blick auf die Fakten verrät, dass Cannabidiol, kurz CBD, tatsächlich ein erhebliches Potenzial für die Gesunderhaltung hat. Die Substanz wird aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen, wirkt nicht berauschend und macht auch nicht süchtig.

Stattdessen konnte nachgewiesen werden, dass CBD entzündungshemmend, angstlösend und entkrampfend wirkt. Auch Übelkeit kann der pflanzliche Wirkstoff lindern. Da CBD mit dem Endocannabinoid-System des menschlichen Organismus interagiert, einem Teil des Nervensystems, geht die potenzielle Wirkungsweise jedoch weit darüber hinaus. CBD dockt an Cannabinoid-Rezeptoren an und nimmt so Einfluss auf das Nervensystem und damit auf viele Grundfunktionen des Körpers wie Schmerz, Schlaf und Stimmung. Cannabidiol kann dem Körper dabei helfen das innere Gleichgewicht wiederherzustellen und wichtige Funktionen zu regulieren. Unter anderem kann sich die regelmäßige Einnahme positiv auf das Schlafverhalten auswirken. Auf den Gesundheitsseiten24 heißt es in einem CBD Öl Ratgeber inklusive Produkttestberichten: „Betroffene mit Schlafstörungen finden nach dem Konsum leichter in den Schlaf und schlafen besser, länger und vor allem tiefer.“ Um die schlaffördernde und beruhigende Wirkung zu erzielen, wird im Ratgeber eine Mikrodosierung von 0,5 bis 20 Milligrammtäglich empfohlen. Tröpfeln Sie CBD Öl am besten aus einer Pipettenflasche unter die Zunge und geben Sie den Schleimhäuten etwa 60 Sekunden Zeit, um die Wirkstoffe aufzunehmen! Diese Vorgehensweise fördert eine hohe Bioverfügbarkeit.

Wichtig beim Kauf von CBD-Ölen: Legal erhältlich sind alle Produkte mit einem THC-Gehalt unter 0,2 Prozent.

  2. Echter Baldrian (Valeriana officinalis)

Die Wurzeln von Baldrian enthalten wertvolle ätherische Öle. Verarbeitet zu Tee, beruhigt die Heilpflanze und trägt zur Schlafbereitschaft bei. Hierfür ein Teelöffel Baldrian-Wurzel (zerkleinert) mit etwa 150 ml heißem Wasser übergießen und zugedeckt ziehen lassen! Entspannend für die Muskulatur sind Baldrianvollbäder. Generell handelt es sich bei Baldrian um ein wirkungsvolles Mittel aus der Pflanzenwelt, um das lästige Gedankenkarussell aufzuhalten, das im Alltag so oft am Einschlafen hindert. Die Heilpflanze entspannt und beruhigt Körper und Geist. Außerdem beschleunigt sie das Einschlafen und hilft endlich wieder durchzuschlafen. Die Wirksamkeit bei Schlafstörungen und nervöser Anpassung ist medizinisch anerkannt. Baldrian zum Einnehmen ist in Tabletten- und Dragee-Form erhältlich. Die Einnahmezeit sollte allerdings nicht unterschätzt werden, da es oft zwei Wochen dauern kann, bis die Wirkung einsetzt. Viele Präparate kombinieren Baldrian mit Hopfen, da diese Pflanze ebenfalls als schlaffördernd gilt. Welche Mono- und Kombinationspräparate ratsam sind sowie konkrete Dosierungshinweise finden Sie im Baldrian Pflanzenporträt der Deutschen Apotheker Zeitung (DAZ).

Achtung: Baldrian kann die Narkosemittel-Wirkung beeinflussen. Vor Operationen muss die Einnahme des pflanzlichen Schlafmittels rechtzeitig abgesetzt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt! Generell ist von einer Langzeiteinnahme abzuraten.

             3. Hopfen (Humulus)

Neben der Erfrischung durch ein kühles Bier bringt der Hopfen weitere Vorteile. Die ätherischen Öle sowie Bitterstoffe in den weiblichen Zapfen der Pflanze haben eine beruhigende Wirkung auf den Körper. Hopfen erleichtert das Ein- und Durchschlafen. Außerdem lindert die Heilpflanze überreizte Nerven. Ein Hopfentee aus Hopfenblüten, der etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen in Ruhe getrunken wird, kann guten Schlaf bringen. Das Problem: Geschmack und Aroma sind gewöhnungsbedürftig. Alternativ entscheiden Sie sich für Kombiprodukte zum Einnehmen mit Baldrian oder legen Sie sich ein Hopfenkissen ins Bett! Möchten Sie Letzteres nicht selbst herstellen, lohnt sich ein Abstecher in den Onlineshop für Naturkissen. Dort verkauft ein Familienbetrieb aus Otterbach in Rheinland-Pfalz handgemachte Kissen mit Naturfüllungen. Darunter Kräuterschlafkissen mit Hopfen, Kamille, Steinklee, Thymian, Lavendel, Melisse, Eisenkraut und Orangenblüten.

Weitere Einschlafhilfen aus der Natur:

Bilderquelle: futurefilmworks (Cannabis) pixabay.com; Elevate (Hopfen) pexels.com, Lochstampfer (Baldrian)