Kann eine Palme in Deutschland im Garten überwintern?

Wer auf einem Balkon oder in dem eignen Garten einen Hauch von mediterranem Flair erzeugen möchte, für den ist eine Palme genau das richtige. Denn diese schützen mit Ihren üppigen Blättern hervorragend vor Sonne, doch halten die erhältlichen Palmen auch den Wetterverhältnissen im Winter hierzulande statt?

 

Warum Palmen im Garten und wann sollte man sie anpflanzen?

Exotische Gewächse werden auch hierzulande immer beliebter, was eine Reihe von Gründen hat:

  • Palmen sind optisch ein echter Blickfang.
  • Mit einer Palme kann im Garten oder auf dem Balkon ein ungewöhnlicher, kreativer Stil erzeugt werden.
  • Die Pflege von Palmen ist verhältnismäßig einfach.

Palmen können ab dem Frühjahr in den Außenbereich umgesiedelt werden, was allerdings nicht zu früh geschehen sollte, um den Palmen keinen allzu hohen Temperaturunterschieden auszusetzen, da diese hierdurch gestresst werden können. Während der kalten Jahreszeit sollten Palmen dagegen in einem Wintergarten oder einem Raum in einer Wohnung untergebracht werden, um vor den winterlichen Temperaturen geschützt zu sein.

Erhältlich sind Palmen, die auch hierzulande überleben können, unter anderem über die Webseite von palmenrat.de, wo Sie sich zwischen winterharten und frostharten Palmen entscheiden können

Unterschied winterhart und frosthart

Palmen-Liebhaber sorgen sich häufig darum, ob deren Palmen hierzulande den Winter im freien überstehen, damit die Pflege während der Sommermonate nicht umsonst war und diese einem auch in dem kommenden Frühling Freude bereiten können. Wer nun allerdings glaubt, es würde reichen, einfach eine winterharte Palme zu kaufen, der täuscht sich gewaltig. Denn winterhart bedeutet keineswegs frosthart.

Während frostharte Gewächse auch mit dem hierzulande herrschenden Frost zwischen -1° und -40° Grad überstehen. Allerdings können durch Dauerfrost über mehrere Monate ebenfalls Schäden an den Wurzeln oder Blättern angerichtet werden.

Doch die wechselhaften Temperaturen, die während dem Winter hierzulande häufig herrschen, vertragen frostharte Pflanzen weniger gut, weshalb deren Überleben lediglich durch einen Nässe- oder Windschutz gewährleistet werden kann.

Aus diesem Grund eigenen sich winterharte Palmen in einem Garten oder auf einem Balkon deutlich besser, da diese keine Schwierigkeiten haben, sich an die Wetterverhältnisse, die im Winter hierzulande herrschen, anzupassen.

Da die Bezeichnung winterhart mitunter allerdings irreführend sein kann, sollte man sich vor dem Kauf einer Palme unbedingt beraten lassen, wenn man möglichst lange Freude an dieser haben möchte.

 

So sieht der richtige Winterschutz für Palmen aus

  • Über den Winter sollten Palmen an einem Raum oder auf einer Terrasse vor den widrigen Wetterbedingungen geschützt werden.
  • Während dem Winter sollten die Blätter mit einem Seil an mehreren Stellen locker zusammengebunden werden. Dabei sollte man darauf achten, diese auf gar keinen Fall zu fest zusammenzubinden, da sich an diesen sonst Fäulnis bilden kann.
  • In Gegenden, in denen es während dem Winter besonders kalt werden kann, sollte die Palme mit einem Jutesack überdeckt und eine Strohmatte drumherum befestigt werden, damit die Pflanze vor der Kälte geschützt ist.
  • Zum Abdecken des Bodens einer Palme eignet sich sowohl eine Schicht Rindenmulch, Teichvlies, Palmenerde oder auch Stroh.
  • Wer die Blätter, den Stamm und auch den Pflanzenkübel während dem Winter dick mit Vlies umwickelt, der hält diese warm. Dafür sollte möglichst ein helles Vlies gewählt werden, welches mehr Licht hindurch lässt wie dunkles Vlies. 

Winterharte Palmen und ihre Eigenschaften - 3 Beispiele

An dieser Stelle möchten wir Ihnen noch drei Palmen vorstellen und Ihnen verraten, in welchen Regionen sich diese hierzulande am wohlsten fühlen. Die vorgestellten Palmenarten sind sowohl pflegeleicht als auch robust und daher auch für den Winter im Freien geeignet. 

 

Wagners Hanfpalme

  • Vergleichsweise anspruchslose Palme
  • Überlebt auch in kälteren Klimazonen
  • Bislang noch nicht weit verbreitet
  • Stamm wird von weichen Fasern bedeckt
  • Kleine, filigrane Krone mit hell- und dunkelgrünen Blättern
  • Kann ausgepflanzt werden oder in einem Kübel gedeihen
  • Wird höchstens 5 Meter hoch und maximal 2,5 Meter breit
  • Wächst in der Sonne besonders gut, kann aber auch im Halbschatten wachsen
  • Sollte bei anhaltend hohen Temperaturen zusätzlich bewässert werden
  • Ab -12° ist es empfehlenswert, die Palme vor den Wetterverhältnissen zu schützen

 

Chinesische Hanfpalme

  • Ein Klassiker unter den Palmen für den Außenbereich, der sich auch hierzulande schon vielfach bewährt hat
  • Extrem robuste Palme
  • Stamm ist komplett mit weichen Fasern bedeckt
  • Große, buschige Krone mit sehr vielen hell- und dunkelgrünen Blättern
  • Gedeiht im Kübel, ist ausgepflanzt, jedoch besonders schön anzusehen
  • Wird höchstens 5 Meter hoch und maximal 3 Meter breit
  • Wächst in der Sonne besonders gut, kann aber auch im Halbschatten wachsen
  • Sollte bei anhaltend hohen Temperaturen zusätzlich bewässert werden
  • Ab -12° ist es empfehlenswert, die Palme vor den Wetterverhältnissen zu schützen

 

Palmetto-Palme

  • Äußerst auffällige Fächerpalme
  • Ausladende Optik: schmaler Stamm und große Blätter
  • Eine seltene, besondere Palme
  • Kann zwar im Kübel gedeihen, sollte aufgrund ihrer Größe aber ausgepflanzt werden
  • Anspruchslos im Hinblick auf den Pflegeaufwand
  • Wird höchstens 25 Meter hoch und maximal 6 Meter breit
  • Die Palme bevorzugt pralle Sonne
  • Sollte stets ausreichend bewässert werden
  • Ab -8° ist es empfehlenswert, die Palme vor den Wetterverhältnissen zu schützen