Spätblüher in Herbst und Winter

Aufgrund der anhaltenden Klimaerwärmung sind in Deutschland auch Ende November noch lange nicht alle Bäume kahl. Zwar hat sich die meiste Flora bereits auf die nahende Winterruhe vorbereitet, dennoch gibt es immer mehr heimische Blühpflanzen, die sich bis in den Winter hinein wacker halten und eifrig blühen, z. B. das Kleinblütige Knopfkraut, Goldrute und natürlich die Herbstzeitlose. Dies liegt vor allem auch daran, dass in immer mehr Großstädten Blühwiesen mit robusten und pflegeleichten Wildblumen angelegt werden, welche den heimischen Insekten als Nahrungsquelle dienen sollen. Durch den enormen Einsatz von Düngemitteln und Insektengiften in der Landwirtschaft reduziert sich die Artenvielfalt im Moment nämlich drastisch. Im Falle der aussterbenden Bienen kommen noch ewig weite Monokulturen wie schier endlose Rapsfelder hinzu, die zwar vom deutschen Staat ordentlich subventioniert werden, den Bienen aber als alleinige Nahrungsgrundlage schlichtweg zu langweilig sind. Lieber fliegen sie kilometerweit, um alternativen Nektar und Pollen einsammeln zu können, und sterben dann häufig, wenn sie den Rückweg zum Bienenstock ausgehungert einfach nicht mehr schaffen.

Es blüht noch reichlich im Naturgarten

Viele Rosen tragen bis in den Dezember hinein Blüten. Erst, wenn der erste Bodenfrost einsetzt, wird es auch der robustesten Rosenart zu kalt bei uns und sie zieht sich bis zum Frühjahr in den Winterschlaf zurück. Sobald Rosen aufhören zu blühen und im Herbst ihre Blätter verlieren, können sie großzügig zurückgeschnitten werden. Die Rose kann dann über Winter mehr Kraft sammeln und im Frühjahr an den beschnittenen Stellen wesentlich intensiver austreiben. Auch im Frühjahr, bevor sich die ersten Rosenknospen bilden, ist ein Rückschnitt aber noch einmal möglich, der für ein kräftigeres und gesünderes Rosenwachstum sorgt.

Außer einigen Rosenarten blühen krautige Pflanzen wie Sonnenhut oder Springkraut im Herbstgarten, auch Kletterpflanzen wie der bunt leuchtenden Wicke ist es noch nicht zu kalt. Blüten der Wicke, welche in Gelb- und Rottönen vorkommen, lassen sich übrigens beim Sauer-Einlegen von Gartengemüse sehr gut verwenden, um dem eingelegten Gemüse eine edle Note zu verleihen und für einen einmalig aromatischen Geschmack zu sorgen. Ganz nebenbei sind Wickenblüten im Einmachglas dabei auch optisch ein bezauberndes Highlight. Viele Gärtner produzieren so viel Obst und Gemüse, dass jedes Jahr im Herbst und Winter großzügig die Verwandten beschenkt werden können.

Fröhliche Blumengrüße, wenn es draußen zu kalt geworden ist

Spätestens in den frostigen Wintermonaten haben sich dann alle Blüher in den Boden zurückgezogen, viele Pflanzen sind mehrjährig und treiben im neuen Jahr wieder aus. Für die heimischen Insekten ist das überhaupt kein Problem, denn in der Winterkälte sind sie nicht mehr unterwegs auf Nahrungssuche. Vielmehr haben sich nützliche Insekten einen reichen Vorrat für den Winter angesammelt, ziehen sich tief in den Erdboden zurück oder haben sich wärmende Ritzen in menschlichen Behausungen gesucht, um dort zu überwintern. Wird die Natur grau und trostlos, beginnt die Zeit der bunten Lichter, die viele Menschen bis tief in den Februar hineinleuchten lassen, bis es wieder ein wenig heller wird. Über einen lieben Blumengruß freuen sich Frauen und Männer aber auch im Winter, wenn draußen lange nichts mehr wächst. Blumen, die praktischerweise auch wie hier verschickt werden können, werden in Gewächshäusern gezüchtet. Dort können die Bedingungen das ganze Jahr über so beeinflusst werden, dass sich auch bei Frost optimale Wachstumsbedingungen erreichen lassen. Wer sich im Winter wundert, warum das Obst und Gemüse aus dem Supermarkt irgendwie wässrig schmeckt, erlebt übrigens genau denselben Effekt. Anders als duftende und leuchtende Blumen für einen lieben Wintergruß mit der Post dürfen Nutzpflanzen für den menschlichen Verzehr nicht so stark gedüngt werden.

Warum ich Blumen verschicken lassen kann, aber kein Obst & Gemüse direkt vom Erzeuger geliefert bekomme

Werden Schnittblumen und Blumensträuße versendet, ist logistisch gesehen ebenso ein Zwischenunternehmen dazu geschaltet, wie beim Kauf von Nutzpflanzen im Supermarkt. Das kann ein Florist oder aber ein Blumenladen sein, der sich auf den Versand von frischen Blumen spezialisiert hat, ohne diese selbst zu züchten. Gärtner, ganz gleich ob nun in der Produktion für den menschlichen Verzehr oder beim Kultivieren hübscher Blühpflanzen für den Blumengruß per Post, verfügen nicht über die nötige Ausbildung oder die Zeit, sich um alle logistischen Belange intensiv kümmern zu können. Stellen Sie sich nur einmal vor, wie wenig Zeit für die qualitätvolle Blumenzucht bliebe, würde jeder einzelne Mensch, der seine Lieben mit einem verschickten Strauß Blumen überraschen möchte, sich direkt in der Gärtnerei melden würde. Im Blumenladen mit Versand werden aber die beliebtesten Schnittblumen gesammelt und hübsch hergerichtet, sodass sich auch im Winter viele Beschenkte über einen duftenden Strauß Blumen freuen können. Insekten brauchen Sie im Blumenstrauß vom Postboten aber nicht suchen: Die Pflanzen stammen aus einem kontrollierten Anbau in geschlossenen Räumen, in die wilde Insekten nicht so einfach eindringen können. Um Schnittblumen länger frisch zu halten, gibt es diverse Tipps und Hausmittel.