Haselnuss

Corylus avellana Birkengewächse

Bestimmungsmerkmale:
Die Haselnuss wächst als kleiner Baum oder als Strauch und wird bis zu 6 m hoch. Die Haselnuss trägt männliche und weibliche Blütenstände auf der selben Pflanze, sie ist also getrenntgeschlechtlich und wird vom Wind bestäubt. Die männlichen Blüten sind die 4 - 8 cm langen hängenden Kätzchen, Die weibliche Blüte ist rot, klein und unscheinbar; sie gleicht einer Knospe, aus der rote Narben heraus hängen. Die im September bis Oktober heranreifenden hartschalige Nuss ist erst gelblich und verfärbt sich mit der Reife braun. Haselnüsse verbreiten sich unter anderem durch Eichhörnchen, die Nüsse verstecken und viele hinterher nicht wiederfinden. Es sind viele Sorten der Haselnuss gezüchtet worden, bewährte Sorten sind unter anderem ´Dariane`, `Cosford´, `Bergers Zellernuss´, `Webers Preisnuss´ . Nüsse liefert auch die Lambertsnuss (Corylus maxima) sowie der Baum-Hasel (Corylus colurna).

Standort und Verbreitung:
Die Haselnuss wächst bevorzugt an Waldrändern, bildet aber auch Hecken im Brachgelände. Sie braucht nährstoffreichen, lehmigen Boden und viel Licht. Die Haselnuss ist mit 15 Arten auf der nördlichen Halbkugel verbreitet; in den Alpen findet man sie bis zu einer Höhe von 1800 m.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Haselnuss ist ungiftig.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Haselnuss zählt nicht zu den Heilpflanzen, sie enthält allerdings viel Fette (über 60 %) und Eiweiße, Kalzium, Eisen und die Vitamine A, B1, B2 und C. Als Lebensmittel ist sie daher, wie alle anderen Nüsse auch, von hohem gesundheitlichem Wert.

Name:
Der Botanische Gattungsname Corylus ist die lateinische Bezeichnung für die Hasel gewesen. Der Artname avellana bedeutet „aus Avellino (Italien) stammend, weil die Römer den Haselnussstrauch nach Italien brachten, in der Provinz Avellino anbauten und veredelten.

Geschichtliches:
Haselnüsse wurden schon in vorgeschichtlicher Zeit gesammelt und vermutlich angebaut.