Huflattich

Tussilago farfara

Ich sage immer, wenn der Huflattich blüht ist der Frühling da. Seine Blütezeit ist gewöhnlich März, in warmen wintern aber schon im Februar. Er wächst gerne auf Lehm und Tonboden, an Wegrändern, auf Schuttplätzen und auf Ödland. Beim Huflattich zeigt sich zuerst die Blüte, erst danach kommen die Blätter.Huflattich gilt als ausgezeichnete Heilpflanze bei Husten und auch bei Reizhusten. Er erleichtert das Abhusten und verflüssigt den Bronchialschleim, besonders bei Menschen mit chronischer Bronchitis. Die Heilwirkung es Huflattichs rührt von verschiedenen Inhaltsstoffen, so vom Pflanzenschleim, Flavonoiden und Gerb- und Bitterstoffen.  Alles schön und gut, wären da nicht die Pyrrolizidinalkaloide. Die sind giftig. Also eigentlich nicht die Alkaloide an sich, sondern deren Abbaustoffe.  und die enthält der Huflattich. Daher sollte man Huflattich wirklich nur selten zu sich nehmen. Das Problem ist auch, dass sich die Abbauprodukte der Pyrrolizidinalkaloide in der Leber einlagern. Die Blüten enthalten übrigens die wenigsten Giftstoffe. Für Schwangere und stillende Mütter ist der Huflattich in absolutes no go. Also, auf keinen Fall zu sich nehmen. Die ungeborene Kinder und  Babys sind extrem empfindlich auf die Pyrrolizidinalkaloide.Der botanische Gattungsname des Huflattichs ist Tussilago farfara. Das Name tussilago setzt sich zusammen aus den lateinischen Worten tussi für husten und agere für vertreiben. Tussilago ist also der Hustenvertreiber.