Scharbockskraut

Ranunculus ficaria

Zeitig im Frühjahr treibt das Scharbockskraut zuerst seine herz- bis nierenförmigen, saftigen, glänzenden Blätter durch den Waldboden; erst später zeigt sich dann auch die sternförmige gelbe Blüte. Das für Hahnenfußgewächse typische Protoanemonin ist im Scharbockskraut nur in geringen Mengen enthalten, dafür enthält es Vitamin C und Saponine. Aus diesem Grund ist die Pflanze ein ausgezeichnetes Mittel zur Blutreinigung im Frühjahr, also zur Frühjahrskur. Man sammelt die Blätter und isst sie frisch als Salat oder als Salatbeigabe. Die Blätter können auch gepresst und in Milch eingenommen werden. Volksheilkundlich verwendete man die getrocknete Pflanze bei Hautleiden und Hämorrhoiden. Allerdings spielt sie heute in der Heilkunde keine wesentliche Rolle mehr. Beim Sammeln der Blätter muss darauf geachtet werden, dass dies vor der Blüte geschieht, weil sich danach das leicht giftige Protoanemonin ausbildet, dass nach dem Trocknen der Pflanze allerdings unschädlich wird.Daher sollte man auch vorsichtig sein und die Pflanze nicht überdosieren. Eine Überdosis zeigt sich in Magen-, Darm- und Nierenbeschwerden. Ferner sollte beim Sammeln darauf geachtet werden, dass man die Blätter nicht direkt an Waldwegen pflückt, schließlich weiß man nie, ob nicht ein Hund darauf gepinkelt hat.Der Name Scharbockskraut kommt vom früher gebräuchlichen Namen für Skorbut, nämlich Scharbock. So war das Scharbockskraut früher auch ein wichtiges Mittel, dem winterlichen Vitamin-C-Mangel zu begegnen.