Giersch

Aegopodium podagraria

 

Die Gärtner mögen den Giersch nicht.
Er vermehrt sich sehr stark und ist schwierig bis gar nicht zu bekämpfen.
Sein botanischer Name lautet Aegopodium podagraria und er zählt zu den Doldenblütlern.
Aegopodium setzt sich zusammen aus den griechischen Worten aigós für Ziege und pódion für Füßchen, da die Blätter ein wenig an Ziegenfüße erinnern. Podagraria hat seinen Ursprung im Wort podágra, was Fußgicht bedeutet. Den Geißfuß, wie man die Pflanze im Mittelalter nannte, wurde zum lindern und vielleicht heilen der Gicht eingesetzt. Ein weiterer Name war Zipperleinkraut oder Zipperleintee, denn dieser wurde gegen Rheuma und Gicht getrunken.
In der Tat hat der Giersch wertvolle Inhaltsstoffe. So enthält er viel Kalium, was harntreibend wirkt, aber auch Kalzium, Eisen, Titan, Kupfer, Magnesium, Mangan, ätherische Öle, Bor, sehr wichtiges Spurenelement und Vitamin A, Vitamin C.
Der Mineralstoffegehalt des Giersch ist 13x höher, als der vom Grünkohl und sein Vitamin-C-Gehalt 4x höher, als bei Zitronen.
Helfen soll er bei Frühjahrsmüdigkeit, Erkältungen, Blasenentzündungen, hier spielt wieder das wassertreibende Kalium eine wichtige Rolle, und äußerlich bei Verbrennungen und Insektenstichen.
Man findet die Pflanzen, die oft große Teppiche bilden in feuchten Wäldern, an Waldrändern und Ufern sowie in Parks. Klostergärten haben ihn früher angebaut, wohl um die Gicht zu kurieren.
Giersch ist auch ein wertvolles Wildgemüse. Man würzt mit ihm Salate, Suppen, nutze ihn als Spinatersatz und auf die Pizza kann man ihn auch tun.
Sammeln sollte man die Blätter im jungen Zustand, da die älteren faserig werden.
Blütezeit ist Juni bis Juli und die Pflanze wächst 50 – 90 cm hoch.